In den Bergen

Zittauer Gebirge: Kurort Oybin

Ganz zu Beginn unserer viertägigen Kurzreise begeben wir uns direkt nach der Ankunft auf einem Rundgang durch den Ort Oybin im Zittauer Gebirge und erschließen dabei eine abwechslungsreiche Kombination aus Natur, Geschichte und regionaler Kultur. Endlich etwas bewegen.

Karte & Anfahrt

 

 

Beschreibung

Wir starten in unserem Waldhäusel ganz im Osten des Kurortes am Fuß des Scharfensteins. Die Wege führen hier von den Ausläufern des Scharfenstein in unserem Rücken hinab in den nahen Ortskern von Oybin. Hier befindet sich der alte Endbahnhof der historischen Zittauer Schmalspurbahn, die seit dem Jahr 1890 das Zittauer Gebirge erschließt und bis heute im regulären Betrieb steht. Wir erleben hier eine besondere Form des Bahnverkehrs: Die Züge verkehren überwiegend mit Dampflokomotiven, teilweise mit alten Diesel-Triebwagen der DR. Auf dem Gelände befindet sich ein kleines Museum im ehemaligen Güterschuppen, in dem historische Dokumente und Exponate zur Entwicklung der Schmalspurbahn ausgestellt sind.

Vom Bahnhof aus führt uns unser Weg durch den historischen Ortskern von Oybin. Wir sehen traditionelle Umgebindehäuser, die typisch für die Region Oberlausitz sind. Diese Bauweise kombiniert Holz-, Fachwerk- und Massivbau und stellt ein wichtiges regionales Kulturgut dar. Wir bewegen uns in der Altstadt des Luftkurortes Oybin durch ein überschaubares, aber stimmungsvolles gastronomisches Angebot. Die meisten Restaurants, Cafés und kleinen Bars konzentrieren sich entlang der Hauptstraße und in deren unmittelbarer Umgebung. Wir nehmen die Gastronomie in Oybins Altstadt als klein, aber authentisch wahr. Statt großer Vielfalt steht hier die Qualität der regionalen Küche und die familiäre Atmosphäre im Vordergrund.

In der Altstadt beginnt auch der treppenreiche Anstieg auf den Berg Oybin mit seiner mittelalterlichen Burg- und Klosterruine. Auf halbem Weg jedoch streckt sich hoch über dem Ort die Bergkirche – typisches Beispiel des sogenannten „Bauernbarocks“. Von außen wirkt sie eher schlicht, doch im Inneren entdecken wir eine überraschend reiche Ausstattung.

Ein zentrales Ziel unseres Rundgangs stellt die Burg- und Klosterruine dar. Die Anlage ist über den Treppenaufgang oder aber etwas naturbelassener über den Weg durch die enge Ritterschlucht zu erreichen. Die Ruine vereint eine mittelalterliche Burg mit den Überresten eines Klosters des Cölestinerordens. Wir erkennen deutlich die gotischen Strukturen der Klosterkirche und gewinnen Einblicke in das klösterliche Leben vergangener Jahrhunderte. Während unseres Aufenthalts erfahren wir, dass die Anlage im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft von Karl IV. ausgebaut wird. Sie dient sowohl religiösen als auch repräsentativen Zwecken. Heute stellt sie ein bedeutendes Kulturdenkmal dar und bietet zugleich weite Ausblicke über das Zittauer Gebirge.

Durch die Treppen steigen wir wieder hinab in die Altstadt, durchwandern diese bis an den westlichen Rand des Örtchens und kehren über den Kurpark – Oybin ist schließlich Kurort – wieder zurück ins Zentrum. Im Aufstieg zu unserem Waldhäusel kommen wir noch am Eingang zum ehemaligen Pionierferienlager „Rudi Arndt“ vorbei. Es liegt zentral im Ort und umfasst eine Fläche von etwa drei Hektar, die heute weitgehend brachliegt und als Lost Place zu sehen ist.

Galerie

 

Fazit

Wer das Elbsandsteingebirge liebt, wird auch das Zittauer Gebirge lieben. Vorteil: Es ist durch seine kleine Größe sehr überschaulich und man ist nicht überfordert. Vier Orte liegen zentral und ein jeder Ort hat seine Gebirgszüge um sich herum, die man leicht ersteigen und sich dabei die Felsenformationen ansehen kann. Ein Muss für jede*n Kurzzeiturlauber*in, die drei bis vier Tage einfach mal beim Wandern in den Bergen die Seele baumen lassen will. Der Spaziergang zu Beginn unserer Touren durch unsere zentrale Station, Oybin, war nach der Autofahrt genau der richtige Einstieg in unseren Urlaub.

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